Willi Pfefferle

Die Werke des Münchner Malers Wilhelm „Willi'" Pfefferle verblüffen durch ihre Vielfältigkeit, ihre unterschiedlichen Stile und Techniken. Pfefferle widmete sich zu Beginn seiner Laufbahn der kirchlichen Kunst und war als Kirchenmaler und Restaurator tätig. Später, maßgeblich beeinflusst durch die französische Malerei, insbesondere Courbet und Corot, kamen Werke im impressionistischen Stil hinzu. Es entstanden romantisch und impressionistisch wirkende großformatige Landschaftsgemälde in Öl und Tempera.
Auffallend in seinen Landschaftsbildern ist der Himmel. Die Atmosphäre wechselt, die Eindrücke von starker Bewegung in Farbe und Kontrasten sind beeindruckend.

Doch dabei blieb es nicht. Stets auf der Suche nach etwas Neuem schuf Pfefferle auch eindrucksvolle Blumenbilder, gemalt auf vergoldeten und versilberten Holztafeln. Von besonderem Reiz sind auch seine kostbar wirkenden und außergewöhnlichen Hinterglasbilder sowie seine mit Acryl und Temperafarben gemalten Bilder auf Seide. Stets erkennbar in allen Werken Pfefferles ist die Liebe des Malers zur Natur und das Streben nach Harmonie. Für jedes Gemälde wurde von Pfefferle ein passender Rahmen angefertigt.

Willi pfefferle

Werdegang

dorothea
Künstler

Willi Pfefferle

14.08.1914: in München geboren

April 1931: Gesellenprüfung an der Gewerbeschule für Maler, München, danach Tatigkeit in elterlichen Betrieb für Restaurierungen von wertvollen Kirchenfiguren und Marmorarbeiten unter Aufsicht und Mitwirkung des Bayer, Landesamtes Tür Denkmalpflege, sowie die Herstellung von Rahmen sämtlicher Stilrichtungen

1932 - 1939: Studium an der Akademie für angewandte Kunst (Prof. Hillerbrand) und Akademie für Künste (Prof. Klemmer) in München. Außerhalb der Semester Tätigkeit im elterlichen Betrieb und Praktika am Bayer. Landesamt für Denkmalpflege (Prof. Lill)

1939 - 1945: Jähe Unterbrechung durch den 2. Weltkrieg (Einsatz in Frankreich, Polen und Russland, Verwundung mit Lazarettaufenthalt

ab 1945: Nachdem das Malen von Anfang an seine Berufung war, in dieser Zeit zunehmend Zuwendung zur Malerei in Anlehnung an Courbet und Corot, später Wiedergabe im impressionistischen Stil. Es entstanden ausdrucksvolle Darstellungen von Landschaften. Wäldern und Seeufern in Ol oder Acryl, sowie Aquarelle

1948: Geschäftsgründung in München - Galerie für den Verkauf von eigenen Gemälden, Werkstätte für Restaurierungen von alten Gemälden und Plastiken sowie Herstellung von Stilrahmen

1978: Geschäftsaufgabe und Umzug nach Bad Bocklet

1993: Umzug von Bad Bocklet nach Bad Kissingen In diesen lahren bis zu seinem Tod (2004) sehr produktive Schaffensperiode. Der Künstler konnte sich nun voll und ganz der Malerei widmen und auch neue Techniken (Blumen, Landschaften und Madonnen auf Goldgrund oder Bronze) anwenden

21.08.2004: in Bad Kissingen verstorben

willi Pfefferle

Ausstellungen

Künstler

Willi Pfefferle

1946 - 1999: Jährliche Frühjahrsausstellungen (Berufsverband bildender Künstler und Alte Münchner Künstlergenossenschaft von 1868) im Haus der Kunst, München. Weitere Ausstellungen in Baden-Baden, Bern, Hamburg, Mainz, Bielefeld und Bad Godesberg

1981- 1999: Jährliche Ausstellungen im Foyer des Kleinen Kursaals im Kurgarten Bad Kissingen

2011: Gedenkausstellung Landratsamt Bad Kissingen

2011/2012: 50 Jahre Kunst Bad Kissingen, Altes Rathaus

1980: Verleihung der Euro Medaille in Gold für Kunst und Kultur des Europäischen Kulturkreises Baden-Baden

Zahlreiche Kunstkritiken im Münchner Merkur, La Revue Moderne (Paris), Saale Zeitung, Bad Kissinger Kurzeitung